Brüssel, 28. Juli 2026 – Die unabhängige Non-Profit-Organisation UniversalAutomation.Org (UAO) verfolgt ihr Ziel einer offenen, softwaredefinierten Automatisierung mit zwei neuen, renommierten Mitgliedern aus den USA: HPE und Clemson University. Mit der Clemson University, einer auf technische Fachbereiche spezialisierten, öffentlichen Forschungs- und Ausbildungseinrichtung aus South Carolina, tritt erstmals eine akademische Institution aus den USA der Organisation bei. Zudem erweitert die UAO ihr Ökosystem in den Bereichen IT/OT-Infrastruktur und digitale Transformation mit dem US-Konzern HPE.
„Es freut mich sehr, HPE und die Clemson University als Mitglieder willkommen zu heißen“, betont UAO-President Benoît Thooris. „Diese jüngsten Zuwächse und die inzwischen mehr als 110 UAO-Mitglieder aus Wissenschaft und Wirtschaft machen deutlich, dass das Interesse an offener, softwaredefinierter Automatisierung in allen Regionen der Welt – nicht zuletzt in den USA – so groß ist wie nie. Immer mehr Unternehmen und Institutionen verstehen, dass es nur auf Basis einer wirklich herstellerunabhängigen Automatisierung möglich ist, das volle Potenzial von Digitalisierung und KI für den Betrieb zukunftsfähiger und klimafreundlicher Industrie zu nutzen.“
Enge Verzahnung von Wissenschaft und Wirtschaft
Im Jahr 2021 von neun Unternehmen gegründet, ist die UAO mittlerweile auch im akademischen Umfeld fest verwurzelt. Die Organisation fördert den engen Austausch zwischen Universitäten wie der renommierten Clemson University und Industrieunternehmen sowie anderen Forschungseinrichtungen. Zudem stellt sie ein vollständiges Lehrprogramm („Curriculum“) zur Verfügung, das akademische Einrichtungen für die Vermittlung eines herstellerunabhängigen Automatisierungsansatzes nach IEC 61499 nutzen können.
„Wir freuen uns sehr über die Mitgliedschaft bei UniversalAutomation.Org, weil sie uns hilft, sowohl die Ausbildung junger Ingenieure als auch unsere Forschungstätigkeiten und Industriekollaborationen im Bereich Smart Manufacturing weiterzuentwickeln“, erklärt Saeed Farahani, Ph.D., Assistenzprofessor an der Fakultät für Maschinenbau und Fahrzeugtechnik der Clemson University und stellvertretender Direktor des Clemson Composites Center. „Die von UAO angestrebte offene Automatisierung ebnet den Weg zu flexibleren, skalierbaren und innovativeren industriellen Systemen. Wir freuen uns darauf, einen Beitrag zu diesem wachsenden globalen Ökosystem zu leisten.“
Wachsende Nachfrage nach offener, softwaredefinierter Automatisierung
Auch die Zahl bekannter Industrieunternehmen im UAO-Netzwerk nimmt weiter zu. Mit HPE gewinnt die Organisation einen globalen Enterprise-Technology-Anbieter, der Lösungen für KI-, Cloud- und Netzwerk-Infrastrukturen bereitstellt. Damit wächst das Ökosystem der Organisation in einem Segment, in dem sich die Vorteile offener, softwaredefinierter Automatisierung besonders stark bemerkbar machen.
„Interoperabilität, Flexibilität und IT/OT-Konvergenz sind heute zentrale Anliegen und wir sehen eine starke Nachfrage nach offener, softwaredefinierter Automatisierung“, erklärt Thomas Elsholz, Distinguished Technologist for OEM Compute bei HPE. „Daher ist der Beitritt zu UAO ein konsequenter nächster Schritt. Mit unserer Server-, Storage- und Netzwerkinfrastruktur und unseren globalen Services bieten wir eine Grundlage für offene Automatisierung nach IEC 61499. So unterstützen wir unsere Kunden dabei, Innovationen schneller voranzutreiben, Abhängigkeiten von einzelnen Herstellern zu reduzieren und zukunftssichere sowie wiederverwertbare Architekturen aufzubauen. Gleichzeitig fördert die UAO-Mitgliedschaft die Zusammenarbeit mit führenden Vertretern aus Industrie und Wissenschaft und stärkt das Ökosystem der offenen Automatisierung.“
UAOs Beitrag zu offener, softwaredefinierter Automatisierung
Für ihre Mitglieder aus Industrie und Wissenschaft stellt die UniversalAutomation.Org eine als Guarded Source verwaltete unabhängige Automatisierungsschicht („Automation Layer“) für OT-Komponenten zur Verfügung. Anders als Ansätze wie NOA oder OPC UA ermöglicht diese Herangehensweise eine grundlegende Trennung von Automatisierungshardware (SPS) und -software. Dadurch entstehen die Voraussetzungen für offene, softwaredefinierte und flexiblere Automatisierung, etwa auf Basis von IEC 61499. Einmal mit diesem Ansatz erstellter Code kann anbieterübergreifend wiederverwendet und dezentral auf verschiedenen OT-Komponenten aufgespielt werden. Zudem sind die Lebenszyklen von Hardware und Software klar voneinander entkoppelt, was insbesondere die Integration neuer Systeme sowie spätere Migrationen vereinfacht.
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