Produktinformation, Produkte & Lösungen

Schneider Electric erweitert EcoStruxure für die Lebensmittel- und Getränkebranche um ein neues Modul für Nachverfolgbarkeit und Überwachung

Die End-to-End-Traceability von Produkten ist zu einer großen Herausforderung für die Unternehmen der Lebensmittel- und Getränkebranche geworden, wenn diese den wachsenden Ansprüchen aller Akteure in diesem Bereich gerecht werden wollen. Vor diesem Hintergrund entwickelt Schneider Electric, der Marktführer bei der Umsetzung der digitalen Transformation für Energiemanagement und Automatisierung, nun das neue „End to End Traceability“-Tool zur Überwachung der Produkte entlang der gesamten Lieferkette und über alle Ebenen der Produktionsanlagen hinweg.

Ratingen/Hannover | Die End-to-End-Traceability von Produkten ist zu einer großen Herausforderung für die Unternehmen der Lebensmittel- und Getränkebranche geworden, wenn diese den wachsenden Ansprüchen aller Akteure in diesem Bereich gerecht werden wollen. Vor diesem Hintergrund entwickelt Schneider Electric, der Marktführer bei der Umsetzung der digitalen Transformation für Energiemanagement und Automatisierung, nun das neue „End to End Traceability“-Tool zur Überwachung der Produkte entlang der gesamten Lieferkette und über alle Ebenen der Produktionsanlagen hinweg. Zu diesem Zweck kombiniert Schneider Electric sein Know-how im Lebensmittel- und Getränkebereich mit der Fachkompetenz von Microsoft, dem Partner für Blockchain-Technologien.

Traceability: eine große Herausforderung für die Lebensmittel- und Getränkebranche

Angesichts immer komplexer werdender Lieferketten, strengerer Vorschriften und steigender Ansprüche der Verbraucher ist die Nachverfolgbarkeit von Produkten in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie zur Priorität geworden. Es geht um sehr viel, einschließlich Markenreputation, Einhaltung von Compliance-Vorschriften, Wettbewerbsvorteile und Kosten. Der Ende 2017 veröffentlichte Allianz Global Corporate & Specialty Report geht davon aus, dass die Versicherungsansprüche für jeden Produktrückruf durchschnittlich 9,5 Millionen US-Dollar betragenen, damit liegt die Lebensmittel- und Getränkeindustrie hinter der Automobilindustrie auf Platz zwei. Die Einrichtung eines Systems zur Produktnachverfolgung kann in der Lebensmittel- und Getränkebranche angesichts der vielen Beteiligten innerhalb der Lieferkette sehr kompliziert sein (Produzenten, Lieferanten, Distributoren, Vertrieb oder Transport).

Traceability innerhalb der gesamten Lieferketten

Anlässlich des Innovation Summit, am 5. und 6. April 2018 in der Paris Expo Porte de Versailles mit mehr als 5.000 Fachleuten, Kunden und Partnern aus aller Welt präsentierte Schneider Electric bei seiner Schneider World Premiere die neuesten Innovationen innerhalb seiner EcoStruxure-Architektur, IoT-fähig, mit Plug-and-Play-Komponenten mit offener, kompatibler Architektur und Plattform. EcoStruxure bietet einen Mehrwert in den Bereichen Sicherheit, Zuverlässigkeit, Effizienz, Nachhaltigkeit und Konnektivität. EcoStruxure bringt die Bereiche IoT, Mobilität, Messverfahren, Cloud, Analytik und Cybersicherheit getreu dem Motto „Innovation at every level“ voran, angefangen bei vernetzten Produkten und Edge Control bis hin zu Apps, Analysen und Services. EcoStruxure wird bereits in mehr als 480.000 Einrichtungen eingesetzt, dies erfolgt mit Unterstützung von über 20.000 Systemintegratoren und verbindet mehr als 1,5 Millionen Anlagen. Im Zuge des Innovation Summit präsentierte Schneider Electric sein Konzept für die neue „End to End Traceability“-Anwendung als Bestandteil von EcoStruxure für die Industrie. Benjamin Jude, Entwickler im Bereich Lebensmittel und Getränke bei Schneider Electric erklärt: „Diese Form der End-to-End-Traceability ermöglicht wesentlich schnellere Produktrückrufe“.

Auf der Basis seiner Fachkompetenz in der Lebensmittel- und Getränkebranche – 21 der 25 größten Unternehmen der Lebensmittel- und Getränkeindustrie weltweit gehören zu den Kunden von Schneider Electric – hat das Unternehmen mit einem großen Handelskonzern für Frischwaren, einem Händler und einem Transportunternehmen zusammengearbeitet und einen Prototyp im Downstreambereich der End-to-End-Traceability entwickelt. Benjamin Jude fügte hinzu: „Mit unserem Prototyp können diese Unternehmen einen elektronischen Pass für jedes Produkt erstellen, um die Smart Contracts untereinander vollständig zu automatisieren. Durch die Nutzung des IoT kann beispielsweise eine ununterbrochene Kühlkette gewährleistet werden.“ Zusätzlich zu der Garantie einer lückenlosen Nachverfolgbarkeit der Produkte spart die „End-to-End-Traceability” außerdem Zeit, in dem sie den Händler in Echtzeit über jede Verzögerung bei Lieferung oder Produktion informiert.

Verknüpfung des Know-how von Schneider Electric im Industriebereich mit der Fachkompetenz von Microsoft im Blockchainbereich

„End-to-End-Traceability“ beinhaltet die innovativen Technologien von Schneider Electric, einschließlich Sensoren von Telemecanique Sensors für die Erfassung von Erschütterungen und Luftfeuchtigkeit sowie ein „Click-to-Cloud“-System für die sichere Übermittlung von Informationen von vernetzten Objekten und Sensoren. Um die Informationen aus diesen unterschiedlichen Quellen effizient zu verwalten, nutzt Schneider Electric die Fachkompetenz seines Partners Microsoft mit der Azure Cloud-Computing-Plattform und der Blockchain-Technologie.

Thomas Conte, Cloudentwickler und Blockchain-Spezialist bei Microsoft erläutert: „Blockchain ist eine digitale Technologie, die es allen Mitgliedern eines Ökosystem ermöglicht, automatisch auf eine allgemeine und alleinige Basis für alle ihre Interaktionen zurückzugreifen. Diese Basis ist für jeden Einzelnen vollkommen transparent und jeder Einzelne leistet einen Beitrag zu ihrer Herstellung und Speicherung. Dadurch wird Vertrauen zwischen den Mitgliedern geschaffen.“ Microsoft agiert als Partner von Schneider Electric, um die am besten geeignete Blockchain-Technologie zu verwenden und mit Azure Blockchain als Dienstleistung sehr schnell den Nachweis der Machbarkeit dieses Konzepts zu erbringen. Thomas Conte weiter: „Die Smart Contracts fördern die Basis, die von allen Beteiligten geteilt wird, um Aufgaben wie Zahlungen oder Produktrückrufe automatisch abzuwickeln und so die Zusammenarbeit aller zu verbessern.“ Die zwischen den einzelnen Beteiligten vereinbarten Bedingungen für die Dienstleistungen werden automatisch eingehalten (Lieferzeiten, Temperatur, Feuchtigkeit, Erschütterungen etc.). Alle telemetrischen Daten werden sicher in der Blockchain archiviert und von allen Mitgliedern geteilt, um die Nachverfolgbarkeit zu gewährleisten. Außerdem garantieren das eingesetzte Blockchainprotokoll (Ethereum) und die zielgerichtete Führung und Kontrolle (Konsortium-Blockchain) den Aufbau eines Projekts mit einem sehr niedrigen Energieverbrauch.

Schneider Electric, Microsoft und ihre Partner wollen den Nachweis der Machbarkeit dieses Konzepts in den nächsten Monaten weiterverfolgen, bevor die Lösung auf den Markt gebracht wird.

Dokumente zum Download:

Bilder zum Download: